Seelische Erkrankungen bei Brust- und Gebärmutterkrebs

Depression Frau KrebsDie Diagnosen Brust- oder Gebärmutterkrebs sind für die betroffenen Frauen ein unerwarteter Schock. Alle Lebensziele, Inhalte und Werte werden plötzlich infrage gestellt. Die Sorge um das weitere Leben ist ein ständiger Begleiter. Viele Frauen stehen mitten im Leben, sie haben Familie, arbeiten, oder sind in der Familien- und Berufsplanung. Ausserdem greift keine Erkrankung das Selbstwertgefühl einer Frau so sehr an, wie Brust- oder Gebärmutterkrebs. Es ist schon lange bekannt, dass Krebserkrankungen an sich, Depressionen und Angsterkrankungen begünstigen können und dass durch diese psychischen Komplikationen die Krebsprognose verschlechtert wird.

Hinzukommt jedoch, dass die Therapien wie Brustamputation, Gebärmutterentfernung, Chemotherapie mit schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Haarausfall oder eine medikamentöse Dauertherapie, die die Frau in die Wechseljahre "katapultiert", solch gravierenden Auswirkungen auf die psychische Situation haben können, dass die betroffenen Frauen behandlungsbedürftige Depressionen oder Angsterkrankungen entwickeln.

Deswegen ist es unerlässlich, dass die betroffenen Frauen nicht nur bestmöglich medizinisch, sondern auch psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt werden. In dem komplexen Zusammenspiel aus Einflussfaktoren, die der Krebs an sich auf die seelische Situation hat, psychologischen Aspekten, an einer möglicherweise tödlichen Erkrankung zu leiden, hormonellen Auswirkungen der Therapie und Verlust der Unversehrtheit des eigenen Körpers, ist es wichtig, die richtige Therapieform zu wählen.

Deswegen bieten wir in engmaschiger Kooperation mit Krebszentren in Berlin eine umfangreiche Diagnostik und Therapie der mit weiblichen Tumoren verknüpften seelischen Erkrankungen an.